Warum Dinkel?

Dinkel ist eine der ältesten Getreidesorten und gehörte bis ins 19. Jahrhunderten zu den wichtigsten Kohlenhydratquellen. In den letzten zwei Jahrhunderten wurde er durch ertragreichere Sorten zurück gedrängt. Seit einigen Jahren aber wird Dinkel aufgrund seiner guten Verträglichkeit (weitere Informationen unter "Warum bei Unverträglichkeiten?") wieder vermehrt angebaut.

Dass Dinkel fast vom Markt verschwunden war, lag an seinen Eigenschaften, die ihn früher in der Landwirtschaft beliebt machten. Dinkeln gehört zu den Spelzgetreiden, bei denen die Körner von Spelzen - Hüllen, die das Korn umgeben - fest umschlossen werden. Dies war ein damals entscheidener Vorteil, da der Spelz das Korn hervorragend gegen Umwelteinflüsse geschützt hat. Durch den Spelz war Dinkel, im Vergleich zu Getreidesorten ohne Spelz, sehr gut lagerfähig und brachte die Menschen über den Winter. Des Weiteren ist Dinkel äußerst robust und genügsam bzgl. der Bodenqualität. Auch dies waren Vorteile, die unter den früher herrschenden Bedingungen in der Landwirtschaft geschätzt wurden.

Durch die moderne Landwirtschaft wurde er in den letzten zwei Jahrhunderten besonders durch den Weizen verdrängt. Dinkel spricht im Vergleich zu Weizen kaum auf Kunstdünger an, sein Spelz ist durch Pestizideinsatz und den heutigen Lagermöglichkeiten kein Vorteil mehr. Im Gegenteil, der Spelz muss vor der Weiterverarbeitung erst aufwendig entfernt werden. Dennoch ist der Dinkel in Deutschland immer ein fester kultureller Bestandteil geblieben, insbesondere in Schwaben, weshalb es auch Schwabenkorn genannt wird.

Wer auf Dinkelprodukte setzt, hat sich meist ganz bewußt dafür entschieden. Dinkel ist ökologisch wertvoller, da er ohne chemischen Dünger und Pestizide auskommt und da er ein eher regionales Produkt mit Schwerpunkt Europa ist, dass von der industrialisierten Landwirtschaft nicht beachtet wird. Dinkel ist auch bekannt für seine gute Verträglichkeit (weitere Informationen unter "Warum bei Unverträglichkeiten?") sowie seine wertvollen Inhaltsstoffe wie Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe (weitere Informationen unter "Warum für Sportler?").

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